Trainingswochen 8 + 9 – Weiter geht’s!

Höchster Punkt erreicht

Jetzt war es etwas ruhig hier auf dem Blog, aber ich habe auch fleißig trainiert. Momentan spielt sich meine Freizeit auf dem Fahrrad oder auf dem Golfplatz ab. Ich war sogar schon im Trainingslager, aber lest selbst.

Trainingswoche 8 – Trainingslager

In meine achte Trainingswoche startete ich etwas gemütlicher. Keine lange Fahrradtour, keine Joggingrunde. Ich habe einfach mal die Seele baumeln lassen, wohl wissend, dass ich mich Ende der Woche ins Trainingslager begeben würde. Ende der Woche fuhr ich dann in den Spessart. Dort traf ich mich mit meinem Kumpel Winfried. Das tat richtig gut, mal wieder eine andere Umgebung zu sehen und einen Freund zu treffen. Im Örtchen Gründau empfing mich Winfried bereits und wir wurden im Hotel Gut Hühnerhof sehr herzlich begrüßt.  Aufgrund der Coronapandemie war es im Hotel wirklich leer.

Wohlgefühlt haben wir uns trotzdem, wahrscheinlich auch, weil der 9-Lochplatz direkt angeschlossen war. Dieser war einer von zwei Golfplätzen des Clubs. Wir machten uns auch direkt auf, um dort die erste Golfrunde zu bestreiten.

Golfclub Gut Hühnerhof – 9-Loch

Der Platz war äußerst hügelig und da machte sich doch meine Trainingspause während der Woche bemerkbar. Wir schnauften ganz schön, als es von Loch 3 ziemlich steil durch den Wald nach oben ging. An Loch 4 legten wir erst einmal eine Trinkpause ein. Den höchsten Punkt erreichten wir an Loch 6.

Wir hatten einen herrlichen Blick über die Talebene bis hinüber zum weiteren Platz, dem 18-Lochplatz vom Golfclub Hühnerhof. Am Ende benötigten wir für die 9 Löcher doch sage und schreibe zwei Stunden. Unsere Spielstärke ließ auch noch Luft nach oben. Also stärkten wir uns und ließen den Abend mit Coronaabstand ausklingen.

Golfclub Bad Orb-Jossgrund – 18-Loch

Als wir am nächsten Morgen auf den Parkplatz vom Golfclub Bad Orb fuhren, waren wir die einzigen Spieler. Das hat uns etwas verunsichert. Wir dachten schon, dass der Club noch gar nicht geöffnet hat. Aber das Licht im Sekretariat machte uns wieder Hoffnung. Die Startzeit hatten wir bereits eine Woche vorher gebucht, so dass wir auch hier sehr nett und mit Namen empfangen wurden. Das machte einen sympathischen Eindruck.

So starteten wir gemütlich die 18-Lochrunde. Mir gefiel der Platz auf Anhieb. Schöner, alter Baumbestand und sehr gepflegte Grüns erwarteten uns. Auch hier ging es etwas hügeliger zu. Dabei verteilten sich die Bahnen aber sehr gut und harmonisch über das Gelände. Nach vier Stunden kamen wir durstig und angestrengt am Parkplatz an. Winfried und ich gönnten uns noch einen Cappuccino und verließen die Anlage mit einem guten Gefühl.

Golfclub Gut Hühnerhof – 18-Loch

Am nächsten Tag konnten wir sogar früher als gebucht abschlagen. Um 8 Uhr starteten wir zu unserer 18-Lochrunde auf dem Golfclub Hühnerhof. Das Wetter war herrlich. Die Sonne stand noch nicht so hoch und die Temperaturen waren sehr angenehm. Die Anlage gibt es erst seit 2014. Das merkte man ihr in Teilen auch an. Zum einen ist sie architektonisch sehr modern angelegt, zum anderen noch nicht so stark bewachsen. Das gibt einem das Gefühl, unendlich lange Bahnen zu spielen. In der Tat gibt es diese langen Bahnen auch: 490 Meter, 500 Meter und 2x 569 Meter lauten die Längen der konditionell anspruchsvollsten Bahnen.

Orientierungslos auf dem Platz

Wir waren wirklich ganz schön gefordert. So überraschte es uns im Nachhinein auch nicht, dass wir über die langen Distanzen hinweg irgendwann etwas orientierungslos waren. So positionierten wir uns am Abschlag 8 versehentlich in die falsche Richtung. Winfried fragte mich noch: „Weißt Du, wo ungefähr das Loch liegt?“. Ich schaute noch einmal auf die Platzbeschreibung und schlug ziemlich selbstbewusst vor: „Du, ich glaube erst links am Strommasten vorbei und dann dahinter leicht rechts halten.“ Worauf sich diese Aussage stützte, kann ich bis heute nicht sagen. Jedenfalls gesagt – getan. Winfried holte kräftig aus, traf aber den Ball nicht optimal und so flog dieser als Slice weit nach rechts. Kaum war der Ball nicht mehr sichtbar, hörten wir den nachfolgenden Flight kräftig rufen. Wir versuchten das wilde gestikulieren der drei Jungs zu verstehen und zu interpretieren. Ich glaube Winfried hatte die wilden Bewegungen am ehesten verstanden und gemeint, dass wir in die falsche Richtung gespielt hätten. Ich wies natürlich sämtliche Schuld von mir und wurde ziemlich kleinlaut. Ja, es war richtig, wir hatten in die falsche Richtung gestanden und hätten 180 Grad gedreht abschlagen müssen. Oh Mann, war uns das peinlich.

Das Inselgrün

Dieser Vorfall begleitete uns noch über den ganzen Tag. Die Bahnen selbst waren schwierig zu spielen, aber aufgrund der Platzstruktur landschaftlich nicht besonders abwechslungsreich. So kam es uns jedenfalls vor. Aber schön war es trotzdem, zumindest bis wir an das 18. Loch, einem Inselgrün, kamen. Dort hatten wir immerhin schon mindestens 6 Kilometer zurückgelegt und fast 5 Stunden unterwegs. Das Loch war nicht lang, aber ich war nicht mehr in der Lage, den richtigen Schwung für die Insel zu bekommen. So verlor ich allein an diesem Loch 5 Bälle. Ich war wohl auch etwas stur und wollte unbedingt vom Abschlag direkt auf das Grün kommen. Hat leider nicht gleich geklappt und schließlich habe ich aufgegeben. Winfried hatte Glück und schon mit dem zweiten Schlag getroffen. Hilft ja nichts. Das war eine teure Runde, sag ich euch. Über den ganzen Platz verteilt habe ich 11 Bälle verloren. Zum Glück habe ich mit Out of Bounds einen Sponsor, der mich ordentlich mit Bällen versorgt. Naja, immerhin hat mich Winfried noch zum Radler und Cappuccino eingeladen. Danke Winfried!

Portrait im Golfclub Gut Hühnerhof

„Nur“ Golfen ist kein Training
Als wäre das nicht genug Sport gewesen, stieg ich am Nachmittag noch für 5 Kilometer in meine Joggingschuhe. Zum Tagesabschluss sollte es noch eine gemütliche 9-Lochrunde geben. Auf dem Golfplatz direkt am Hotel zeigte ich dann mein schlechtestes Golf ever! Daher werde ich jetzt auch nicht näher darauf eingehen.

Nach einer wirklich sehr erholsamen Nacht stärkten wir uns mit einem leckeren Frühstück. Es gab kein Buffet, sondern es wurde alles direkt, „maskiert“ an den Tisch gebracht. Trotz der Umstände, die etwas gewöhnungsbedürftig waren, waren alle sehr nett und die Atmosphäre entspannt. So entschlossen wir uns, noch einmal die 9-Lochrunde vom Vorabend zu spielen. Und siehe da, es funktioniert doch noch. So schlecht, wie ich am Vorabend gespielt hatte, so gut lief es da heute. Das war ein sehr versöhnlicher Abschluss für ein wirklich schönes Golfwochenende im Spessart mit Winfried. Nach der Runde machten wir uns auf die Rückreise – der eine gen Süden, der andere gen Norden.

Trainingswoche 9 – Stadtradeln

Am Montag, den 18.05., meiner 9. Trainingswoche begann das Stadtradeln. Und natürlich war ich dabei! Beim Stadtradeln sammeln Teams so viele Radel-Kilometer wie möglich für Ihre Kommune. So wird man fit und spart gleichzeitig C02. Also Training und Umweltschutz in einem. Das ist ein toller Rahmen und ein Motivationsschub, um noch einmal ordentlich Kilometer auf dem Fahrrad als Vorbereitung für meine Tour zu sammeln. Gleich am Montag startete ich sehr engagiert mit dem Rennrad über 70 Kilometer. Das Wetter spielte mit und so fuhr ich über Wedel, Haselau, Haseldorf und Moorrege eine schöne Runde. Meine ersten Kilometer wurden dem Rellinger Radel-Konto gutgeschrieben. Bereits am Dienstag schwang ich mich wieder auf mein Fahrrad und schaffte bei böigem Wind immerhin etwas mehr als 50 Kilometer. Meine Route führte dabei über Bönningstedt, Hasloh, Hemdingen und wieder zurück nach Rellingen.

Stadtradeln - los geht`s

Kilometer sammeln
Unter der Woche und auch zwischen meinen Trainingstouren, gab es natürlich immer wieder kleine Fahrradtouren mit der Familie. Wir allen wollen ja kräftig Kilometer sammeln und Rellingen unterstützen.
Die Woche war sonst nicht besonders ereignisreich. Am Freitag sollte dann der große Regen kommen. Laut Wetter-App waren nun drei Tage Dauerregen angesagt. Das wäre für mein Training nicht so optimal. Also habe ich mich am Freitagmorgen mit meinem Sohn bereits vor dem Frühstück aufs Fahrrad gesetzt. Wir haben immerhin knappe 18 Fahrradkilometer gesammelt. Das war auf leerem Magen gar nicht so schlecht.

Nach einem leckeren Frühstück machte ich mich noch mal alleine auf den Weg und fuhr an der Golfanlage Gut Wulfsmühle vorbei zu meinem Heimatclub Golfpark Weidenhof. Dort hatte ich Glück. Im Sekretariat traf ich sowohl den Clubpräsidenten, Herrn Voss, als auch die Clubmanagerin, Birte Johannsen, an.

Ich nutzte die Gunst der Stunde sofort, um abzuklären, ob es möglich wäre, dass ich zum Tour-Start am 4.6. lediglich Bahn 1 spielen kann – quasi mein Kick-Off, bevor ich mich auf mein Fahrrad schwinge. Beide sagten mir sofort uneingeschränkte Unterstützung zu und legten sogar noch ein Goodie für meine Reise oben drauf. Genaues möchte ich aber an dieser Stelle noch nicht verraten. Es soll ja spannend bleiben. Aber jetzt schon herzlichen Dank für den tollen Support! Als ich wieder zuhause war, kamen weitere 30 Kilometer auf das Radel-Konto.

Am Sonntag radelte ich dann wieder etwas entspannter mit meiner Familie. Gemeinsam haben wir eine Tour von über 20 Kilometern zurückgelegt und haben somit mehr als 60 Kilometer für unser Team gesammelt.
Fazit meiner ersten Stadtradel-Woche: über 200 Kilometer habe ich erstrampelt. Zusammen als Familie sind wir fast 300 Kilometer in dieser Woche gefahren. Damit bin ich zufrieden.

Nächste Woche muss ich aber noch mal etwas Gas geben. Sowohl auf dem Rad als auch auf dem Golfplatz. Schließlich muss ich meine bisherige gute Trainingsform noch etwas ausbauen und hoffe, dass das Wetter diesbezüglich mitspielt.

Ich hoffe, dass es Euch gut geht. Seid auf nächste Woche gespannt. Denn so langsam beginnt ja der Endspurt zum Start meiner Tour. Ich bin schon etwas aufgeregt….

Viele Grüße, Euer Dirk

1 Kommentar

  • Winfried

    2 Jahren agoReply

    Hey mein Lieber …. waren echt schöne Tage im Hessen Land! Ich selbst war ja auch gut vorbereitet für die Tage und hatte genügend Bälle dabei … sehr rücksichtsvoll, dass du das nicht näher thematisiert hast :)) Ich wünsch dir eine gute Tour und wir sehen uns!!

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