Tourtag 5

Schild Burgenstrasse mir Dirk

Erholung in Bamberg

Ach, wie schön. Heute konnte ich einmal so richtig ausschlafen. Um 7:00 Uhr lachte die Sonne in mein Hotelzimmer und ich genoss es, einmal nicht so früh aufstehen zu müssen. Weiter genoss ich es, nicht sofort nach dem Schlafen, meine Sachen packen zu müssen, um gleich wieder aufs Rad zu steigen. Der heutige Tag hatte etwas von Urlaub. Aber so soll es ja auch sein. 
Beim leckeren Frühstück, hier sogar als Büffet aufgebaut (Achtung, Maske und Einweghandschuhe mussten genutzt werden) gab es alles, was das Herz begehrt. Von der selbst gemachten Marmelade bis zur Mini-Weißwurst war alles vorhanden. Bei der Weißwurst wurde mir dann auch bewusst, dass ich mich ab heute bereits auf der Zielgeraden in Bayern befinde. Von Bamberg geht es jetzt schnurstracks in den Süden nach München. 

Golfen in Begleitung

Das besonders Schöne daran ist, dass ich ab sofort wahrscheinlich keinen Golfplatz mehr alleine bespielen werde. Morgen in Bamberg möchte mich Frau Reinfelder, die Clubpräsidentin und Stadträtin der Stadt Bamberg, auf die 9 Loch begleiten. In Herzogenaurach besucht mich ein Freund aus Pegnitz, um eine Runde mit mir zu spielen. Am Donnerstag wird mich Christoph, ein Instagram-Follower, bei Altmühlgolf begleiten und am Freitag spiele ich mit meinem Freund Winfried und Mark, einem weiteren Instagram Follower, 18-Loch. Dann hat die Einsamkeit ein Ende, was ich jetzt ehrlich gesagt echt klasse finde. 

Auf nach Bamberg City

Gegen 10:30 Uhr machte ich mich dann mit dem Fahrrad auf in die Innenstadt von Bamberg. Ihr glaubt gar nicht, was das für ein tolles Gefühl war, einmal ohne Anhänger zu fahren. Nichts klapperte, nichts zog an meiner Muskelkraft, ich fuhr ohne Anstrengung einfach so dahin. Was für ein Traum. In Bamberg angekommen, schloss ich mein Fahrrad in der Nähe des Alten Rathauses ab. Ein wunderschönes Gebäude.

Direkt daneben lag das Café Riffelmacher, an dem ich mich mit Frau Reinfelder sowie Herrn Oelsner vom Bamberger Wochenblatt zum Interview traf. Herr Oelsner war sehr interessiert an meiner Tour und ich hatte ja auch eine ganze Menge zu erzählen. Mal sehen, was er daraus macht. Von Frau Reinfelder erfuhr ich eine ganze Menge zur Geschichte der Golfanlage. Herr Oelsner meinte süffisant, dass es sich nicht um eine Golfanlage, sondern um ein Projekt handelt. 

Exkurs: 
Nicht weit vom historischen Stadtkern Bambergs, am Rande der Gartenstadt, liegt etwas versteckt die Golfanlage Hauptsmoorwald. Zauberhaft eingebettet im alten Baumbestand des Hauptsmoorwalds liegt der 9-Loch Platz, der bereits in den 60er Jahren von den Amerikanern angelegt wurde.
Interessant: Als die Amerikaner gingen, begann das Abenteuer erst. Die haben einfach die Anlage abgeschlossen und waren weg.
Es war ein bürokratischer und finanzieller Irrsinn, die Anlage vom American Style in eine brauchbare deutsche Anlage umzubauen.

Das schaue ich mir morgen dann aber mal genauer an.

Gut eine Stunde saßen wir zusammen in gemütlicher Atmosphäre und genossen jeweils ein Kaltgetränk und machten dann vor dem Alten Rathaus noch ein wunderbares Foto für die Zeitung. Das Foto hatten wir gleich mit dem ersten Versuch im Kasten. Frau Reinfelder und ich verabredeten uns für morgen früh 7:45 Uhr an einer Schranke zum Golfplatz des Golfclubs Hauptsmoorwald Bamberg. Denn um 8:00 Uhr wird bereits weitere Presse auf mich warten. So ein Golfer wie ich, der sein Golfgepäck mit seinem Anhänger hinter sich herzieht, ist scheinbar schon etwas Besonderes. Für mich ist das auch spannend mit der Presse. 

Allerdings bedeutet das für mich morgen wieder, früh aufzustehen. Ich werde den Wecker wohl auf 6 Uhr stellen, damit ich alles entspannt packen kann. Nach der Verabschiedung machte ich mich noch ein wenig alleine und zu Fuß auf den Weg und erkundete die Stadt. So habe ich mir von außen den Bamberger Dom angesehen.

Die Altenburg

Danach bin ich zur Altenburg raufgekraxelt. Auf dem Weg zur Altenburg, wollten mich zwei Radfahrerinnen überholen. Wie gut ich doch mit den beiden mitfühlen konnte in diesem Moment. Ich versuchte den beiden aus meiner Erfahrung heraus einen Tipp für einen leichteren Weg zu geben, aber die beiden fuhren ihren eigenen Weg und mussten vom Fahrrad steigen. Unsere Wege trennten sich an einer Gabelung. Schließlich traf ich die beiden wieder, als ich die Burg gerade wieder verließ. Sie würdigten mich keines Blickes und waren von dem kräftigen Anstieg wohl ziemlich genervt. Vielleicht wäre mein Weg gar nicht so schlecht gewesen.

Von der Altenburg hatte man eine wunderbare Aussicht über die Stadt. Zu sehen waren auch drei Kanonenrohre, die meine Golferfantasie anregten. Ich machte gleich ein paar Fotos und wünschte mir auch so eine Kanone für die nächsten Abschläge. Aber wie soll ich die noch in meinen Anhänger bekommen? 

Bambergs Kulinarik

Als ich wieder unten in der Innenstadt angekommen war, bestaunte ich die ganze Gastronomie. An jeder Ecke gab es fränkische Restaurants mit leckeren Gerichten auf den Speisekarten. Ich bekam Hunger und entschied mich für eine echt fränkische Rostbratwurst vom Grill im Brötchen. Nach einer kurzen Stippvisite durch Klein Venedig sowie der Altstadt machte ich mich langsam auf den Rückweg zum Hotel. Natürlich nicht ohne Abstecher zum Schloss Seehof. Im Schloss residierten früher die Bamberger Fürstenbischöfe. Das Schloss Seehof war deren Sommerresidenz und diente auch als Jagdschloss. Viel war dort aber nicht zu sehen.

Gemütlich fuhr ich nach meinem kleinen kulturellen Ausflug zurück ins Hotel. Dort ließ ich den Abend mit einem leckeren Abendessen und dem Zweitligaspiel HSV – Kiel ausklingen.

Morgen geht’s nach dem Golfen dann weiter nach Herzogenaurach. 
Ich freue mich auf die Fahrt mit meinem Anhänger, irgendwie fehlt dann doch was.

Seid lieb gegrüßt 
Euer Dirk

Meine Route

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Tour durch Bamberg – 33,7 Kilometer

Comments

  • Stefan Cramer

    2 Jahren agoReply

    Mal wieder sehr schön geschrieben.
    Viel spass morgen 👍👍👍

  • Winfried

    2 Jahren agoReply

    Servus mein Lieber! War ja scheinbar ein schöner Tag …. ganz am Anfang ist dir aber ein kleiner Fehler unterlaufen. Du schreibst „Bei der Weißwurst wurde mir dann auch bewusst, dass ich mich ab heute bereits auf der Zielgeraden in Bayern befinde. Von Bamberg geht es jetzt schnurstracks in den Süden nach München.“

    Korrekt ist „auf der Zielgeraden N_A_C_H Bayern“ …. aber okay, woher sollst du Nordlicht das auch wissen :))

    Gute Fahrt weiterhin!

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