Tourtag 7

Dirk und Marcus auf dem Golfplatz am Abschlag

Herzogenaurach – Beilngries

Ach, wie schön, heute Nacht hatte ich das erste Mal so richtig gut schlafen. Und das, obwohl heute ein weiteren schweren Etappentag vor mir lag. Es lief alles nach Plan und sollte ich heute immerhin 18-Loch in Herzogenaurach und danach ging es mit dem E-Bike über 90 Kilometer nach Beilngries. Das war wieder eine ganz schöne Herausforderung. Vor allem, weil es ja nicht die erste Tour in diesen Tagen war.

Golfen ging schon besser

Ich stand um 6:30 Uhr auf, genoss ein leckeres Frühstück und freute mich auf meinen Kumpel und Golfpartner Marcus, der extra aus Pegnitz angereist war. Das Wetter hätte besser sein können, die ganze Nacht hatte es geregnet, aber als wir uns um kurz nach acht trafen, war es zumindest von oben her trocken. Die Freude war groß, als Marcus und ich uns begrüßten, wir hatten uns nun auch schon wieder ein paar Monate nicht mehr gesehen. Wir starteten relativ zügig in die Runde auf dem Golf-Club Herzogenaurach. Wir hatten jedoch so viel zu beschnacken, dass ich mich gar nicht so richtig auf mein Spiel konzentrieren konnte.
An Tee 1 lief es noch ganz gut, aber dann ließ ich schlagartig nach und hätte auch bestens als Vertikutierer eingesetzt werden können. War nach sieben Reisetagen die Luft etwa schon raus? Marcus, der immerhin ein Handicap von unter 4 nachweisen kann, versuchte etwas Ruhe ins Spiel zu bringe. Trotzdem waren meine ersten 9 Löcher grauenvoll. Der Platz in Herzogenaurach war sehr gepflegt und hat lange Bahnen, für mich war das manchmal nicht ganz einfach zu spielen.

Bevor wir die zweiten 9 Löcher angingen, suchte ich das Toilettenhäuschen auf! Und siehe da, mein Spiel wurde auf einmal deutlich besser. War das WC der Weg zum Erfolg? Das werde ich morgen wieder probieren. An Bahn 12 besuchte uns Tony, der Marshall. Marcus wurde letzte Woche von Tony ermahnt, weil er die Greenfee erst nach dem Spiel bezahlen wollte. Deswegen war Marcus auch etwas skeptisch was Tony anging. Tony kam zu mir und fragt mich nach unserer Startzeit. Er konnte uns auf der Buchungsliste nicht finden. Ich warf einen Blick aufs Tablaeu und fand den Eintrag „Special Guest“. Na, da standen wir doch.  „Oh“, sagte er, „you are VIPs?“ …was ich spaßeshalber bejahte und ihm auf Englisch erklärte, dass ich extra für ihn mit dem Fahrrad gekommen war. Ich hörte nur ein Lachen und ein „Germans are so crazy“ und er wollte schon davonfahren, als ich ihn noch zu einem Foto überredete. Da hatte sogar Marcus seinen Spaß, der sich das alles aus einiger Entfernung angesehen hatte. Wir brachten unsere Runde noch vernünftig zu Ende. Mir tat es wirklich leid, dass ich keine Zeit mehr hatte, um mit Marcus noch zu Essen, aber auf mich warteten ja noch einige Kilometer. So verabschiedeten wir uns Corona-like und machten uns auf

Logo Golf-Club Herzogenaurach


Der Golf-Club Herzogenaurach zählt rund 1.000 Mitglieder.
Es spielt gemischtes Publikum auf dem 18-Lochplatz
Für die Startzeit gibt es eine Ballspirale.
Der Platz ist leicht hügelig und eher offen gehalten.
Der Schwierigkeitsgrad ist mittel und liegt bei 6 (1 leicht / 10 schwer).
Golfcarts sind für 30,00 € reservierbar.
Kosten für eine Greenfee betragen derzeit bei 18-Loch:
Mo.-Fr. 60,00 € und Sa.+So. 70,00 €
Eine Gastronomie ist vorhanden.
Weitere Infos: www.golfclub-herzogenaurach.de

Weiter am Main-Donau-Kanal

Ich radelte so vor mich hin und hing meinen Gedanken nach. Meine Route führte über Fürth und Nürnberg und immer weiter am Main-Donau-Kanal entlang. Alles lief gut, ohne weitere nennenswerte Ereignisse. Ich habe selbst versucht, durch Foto- und Videoaufnahmen etwas Abwechslung in die zumeist geradeaus geführte Strecke zu bringen, was mir auch gelang. Gegen 18:30 Uhr erreichte ich Beilngries und das Ringhotel Die Gams. Aufgrund meines Outfits hat mich Frau Liebscher, meine Gastgeberin, sofort erkannt und sehr liebevoll begrüßt. Es kam mir fast so vor, als wäre ich schon öfter hier zu Gast gewesen. Das machte den Aufenthalt schon jetzt besonders. Frau Liebscher hat mich sogar zur Garage begleitet, in die ich mein Fahrrad und den Anhänger stellen durfte, wie klasse! Kurz danach fing es mal wieder an zu regnen, aber zum Glück war ich ja schon angekommen.

Ich bezog mein Zimmer, machte mich frisch und genoss ein sehr leckeres 4-Gängemenü…herrlich. Dann gönnte ich mir noch einen kleinen Marillenschnaps und beschwingt ging es zum DFB-Pokalhalbfinale aufs Zimmer.

Morgen treffe ich mich mit einem Instagram-Follower auf der Golfanlage Altmühlgolf in Beilngries. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Hoffentlich bleibt es dann mal wieder trocken. Euch einen, in Teilen Deutschlands, schönen Feiertag morgen.

Wir hören! Euer Dirk

Meine Route

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Von Herzogenaurach nach Beilngries – 91,3 Kilometer

1 Kommentar

  • Stefan Cramer

    2 Jahren agoReply

    Mal wieder sehr gut geschrieben. Morgen wünsche ich dir ganz viel Erfolg 👍

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