Tourtag 2

Itzehoe – Golfclub am Donner Kleve – Golf Club Gut Apeldör

27 Löcher / 12,7km golfen / 76km radeln

Heute Nacht konnte ich nicht sehr gut schlafen. Bereits um 4:11 Uhr schaute ich auf meine Uhr. Um 6:00 Uhr frühstückte ich dann mit meinem Vater, wobei meine Mutter den Frühstückstisch vielfältig gedeckt hatte. Frischer Kaffee und ein warmes Brötchen bereiteten mir einen tollen Start in den Tag. Etwas müde, aber gut gelaunt, machte ich mich um 6:40 Uhr mit Fahrrad und Anhänger auf den Weg nach Sankt Michaelisdonn. Mein Vater begleitete mich ein kleines Stückchen. Das fand ich sehr schön.
Bereits nach einer Stunde erreichte ich die Fähre über den Nordostseekanal. Es war ziemlich kalt und hatte nur 5 Grad. Ich war zwar gut angezogen, aber vor allem meine Füße waren kalt. Kurz nach 8 Uhr wurde ich, nicht ganz unwissentlich, von meinem besten Freund Olaf überrascht. Er hatte sich mit seinem Sohn auf dem Weg gemacht, um mich heute bis nach Apeldör zu begleiten. Die Freude bei mir ist echt groß. Manchmal ist man auf so einer Tour wirklich einsam unterwegs.

3. Runde: Golfclub am Donner Kleve

Pünktlich um kurz nach 8:30 Uhr erreiche ich den Golfclub am Donner Kleve. Von Martin Fricke, dem Clubsekretär, wurde ich freundlichst empfangen. Er war begeistert von meiner Tour und hat mir mit dem Slogan „Golfen unter Freunden“ sogar ein Doggybag mit auf die Runde gegeben.
Zur Startzeit um 9:00 Uhr konnte ich meine Runde bei strahlendem Sonnenschein beginnen. Erst für den Nachmittag war Regen angekündigt. Der Platz in Sankt Michaelisdonn ist sehr schön. Schöne Abschlagsbereiche, tolle breite Fairways und sauber vorbereitete Grüns erwarteten mich auf 18 Loch. “Donner Kleve” heißt übrigens „totes Kliff“ und hat seinen Ursprung aus der Zeit von vor 11.000 Jahren nach der letzten Eisschmelze. Das merkte man, denn der Platz war für norddeutsche Verhältnisse ganz schön hügelig.
Nach ungefähr zehn Loch, gesellte sich Olaf als mein Caddy zu mir. Er übernahm nun mein Bag und hat den „Job“ echt wie ein Profi übernommen.
Im Laufe des Vormittags zogen dann einige Wolken auf und ich musste etwas Gas geben, damit ich die Chance hatte, noch im Trockenen auf Gut Apeldör anzukommen.
Nach gut dreieinhalb Stunden Spielzeit bin ich fröhlich im Clubhaus angekommen und wurde von Martin wieder in Empfang genommen. Einige Mitglieder des Clubs waren neugierig und befragten mich nach meiner Aktion. Gerne gab ich über die NCL-Stiftung und meine Fahrradtour in Verbindung mit dem Golfen bis nach Sylt Auskunft. Immerhin konnte ich während dieser Gespräche noch 30 € an Spenden einnehmen. Das ist natürlich Sinn und Zweck dieser Veranstaltung und hat mich sehr gefreut. Martin hat einen kleinen Bericht für seine Website geschrieben, also für die Webseite des Clubs, in dem er von meiner Aktion und meinen Besuch im Club berichtet, auch darüber habe ich mich sehr gefreut. Da könnt ihr gerne mal vorbeischauen.
Neben der tollen Anlage, bleibt zu sagen, dass die Menschen im Club sehr offen und herzlich waren. Es war ein netter, fröhlicher und lockerer Austausch. Da die Zeit wegen der nahenden Wolken drängte, blieb mir leider nicht die Möglichkeit noch etwas im Clubhaus zu trinken, denn ich wollte lieber trocken weiter. Um 15:10 Uhr war die nächste Startzeit im Golf Club Apeldör gebucht. Ich machte mich kurz vor 13:00 Uhr auf den Weg und fuhr leider bald in den ersten dichten Regen. Für mich hieß es nur: Augen zu und durch.

Der Golfclub am Donner Kleve e.V. zählt rund 800 Mitglieder. Es spielt gemischtes Publikum auf dem 18-Lochplatz (zuzüglich 9 Loch-Kurzplatz). Die Startzeiten sind vorab online zu buchen. Der Platz ist weitestgehend offen gehalten, aber mit ein paar Bäumen und Knicks eingerahmt. Die Platz hat einen Schwierigkeitsgrad von 6-7 (1 leicht / 10 schwer). Insgesamt sind 8 Golfcarts reservierbar und Umkleideräume sowie Duschmöglichkeiten sind vorhanden. Kosten für eine Greenfee betragen derzeit bei 18-Loch: Mo.-Fr. 70,00 € (ab 16 Uhr 45,00 €, Sa.+So. 80,00 € (18-Loch). Die Gastronomie “Hopen End” sorgt für einen schönen Rundenausklang. Übrigens gibt es Wohnmobilstellplätze und Hunde sind angeleint auf dem Platz gern gesehen. Weitere Infos: www.golf-am-donner-kleve.de

 

4. Runde: Golf Club Gut Apeldör

Mit etwas Verspätung kam ich gesund und munter auf Gut Apeldör an. Zum Glück waren unterwegs dann doch nur ein paar Schauer heruntergekommen, die nicht weiter schlimm waren. Ich wurde kurz nach 15 Uhr sehr nett vom Clubsekretär Joshua empfangen. Allerdings verpasste ich meine Startzeit um 15:10 Uhr knapp, was zum Glück kein Problem war. Joshua erklärte mir, wann ich wo abschlagen durfte und wo ich mein Fahrrad einschließen konnte. Es hat alles super toll funktioniert und ich habe mich von Beginn an wohlgefühlt.

Gegen 15:30 Uhr ging ich zum 1. Abschlag von Kurs „Gelb“. Der Platz verfügt über 3x 9 Bahnen und ist in die Bereiche Gelb, Rot und Grün aufgeteilt. Spielen durfte ich die Platzkombination Gelb/Grün. Der Platz war am Nachmittag angenehm leer und ich konnte mich voll austoben. Während meiner ersten neun Loch hat es leider immer wieder stärker geregnet. Die Fairways auf Gelb waren teilweise noch sehr weich. Die Bälle blieben oft im Boden hängen und die Grüns waren etwas langsam. Der Platz ist sehr idyllisch und schön angelegt. Ich würde ihn gerne mal spielen, wenn es wirklich trocken ist, weil ich glaube, dass man hier unheimlich viel Spaß haben kann. Aber für das schlechte Wetter kann ja keiner was. Gegen 17:30 Uhr schüttete es stark. Ich ging zwar noch auf den Grünen Kurs, um mir ein genaues Bild von diesem Platz zu machen, aber ich musste leider eingestehen, dass das Weiterspielen keinen Sinn machte. Auch die Wetter-App sagte weitere Regenfälle voraus. Somit entschloss ich mich schweren Herzens, nach neun Löchern meine Runde zu beenden.

 

Der Golf Club Gut Apeldör zählt rund 800 Mitglieder. Es spielt gemischtes Publikum auf dem 27-Lochplatz (A-/B-/C-Kurs jeweils 9 Löcher). Die Startzeiten sind vorab online zu buchen. Die A- und B-Kurse sind von alten Baumbestand eingesäumt, während der C-Kurs recht offen gehalten ist. Der Platz hat einen Schwierigkeitsgrad von 6-8 (1 leicht / 10 schwer), je nach Kurs, wobei der B-Kurs am anspruchsvollsten ist. Golfcarts sind reservierbar und Umkleideräume sowie Duschmöglichkeiten sind vorhanden. Kosten für eine Greenfee betragen derzeit bei 18-Loch: Mo.-Fr. 80,00 €, Sa.+So. 100,00 € (18-Loch). Eine Gastronomie mit Hotelbetrieb ist vorhanden. Weitere Infos: www.apeldör.de
 

Etwas feucht machte ich mich auf den Weg in mein Hotelzimmer. Da Olaf mit seinem Sohn heute auch auf Gut Apeldör übernachten wird, freute ich mich bereits auf ein gemeinsames Abendessen. Allerdings duschte ich erst einmal ordentlich heiß.
Und nun lassen wir den Abend gemütlich bei einem Bier oder einem Gläschen Wein ausklingen. Morgen früh klingelt der Wecker bereits um 6:00 Uhr, damit ich mich pünktlich auf den Weg nach Husum zum Golfclub Husumer Bucht aufmachen kann.
Hoffentlich habe ich dann mit dem Wetter mehr Glück. Ich freue mich auf den morgigen Tourtag Nummer 3.

Ich danke dem Gut Apeldör ganz herzlich für den tollen Empfang und die kostenlose Übernachtung! Das ist richtig klasse!

Fazit Tourtag 2:
Strecke Itzehoe- Donner Kleve: 32km
Golfclub am Donner Kleve e.V. gelaufene Kilometer: 7,9 – Score 92
Strecke Donner Kleve – Apeldör: 42km
Golf Club Gut Apeldör gelaufene Kilometer:  4,8 


In diesem Sinne bis morgen!
Euer Dirk

Comments

  • Winfried

    1 Monat agoReply

    Hä? Wie? Nur neun Löcher wegen nem bisserl Regen? Dabei triffst du doch erfahrungsgemäß die Bälle besonders gut wenns richtig runtereimert :)) …

    Nein, nur Spaß! Tolle Aktion und weiterhin alles Gute auf deiner Tour!

    • 1 Monat agoReply

      Vielen, lieben Dank, Winfried! Ich hatte keine Gummistiefel dabei, sonst wäre es kein Problem gewesen. Regen von oben allein ist nicht das Problem!
      Leider konnte ich unterwegs keine Zeit finden, auch hier zeitnah zu antworten. Instagram hat mich voll ausgelastet!
      Viele Grüße
      Dirk

  • Olaf & Paul

    1 Monat agoReply

    Es war uns eine Ehre!

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