Tourtag 4

Hotel Budersand  – Golf-Club Sylt – Marine Golf Club Sylt – GC Budersand Sylt

50 Löcher / 23,9km golfen / 52km radeln

Mittlerweile ist Tourtag Nummer 4 angebrochen. Und wie sollte es anders sein, ich bin wieder sehr früh vor dem Wecker aufgewacht. Ich packte langsam meine Golfsachen zusammen und begab mich in die Tiefgarage, wo ich gestern mein Fahrrad mit meinem Anhänger unterstellen durfte. Natürlich sollte auch heute mein Start nicht reibungslos verlaufen. Noch etwas müde versuchte ich meinen Fahrrad-Akku, den mir die Mitarbeiter vom Hotel bereits vollgeladenen an mein Fahrrad gestellt hatten, zu montieren. Der Akku verkantete sich so sehr, dass er weder in die Halterung rein noch wieder rauskam. Mit Hilfe eines Mitarbeiters schaffte ich es dann, den Akku im Fahrrad zu arretieren. Vielleicht war ich doch noch etwas müde. Dafür erhielt ich vom Service noch einen Coffee to go (ganz lieben Dank) und machte mich bei leichtem Nieselregen auf dem Weg zum Golf-Club Sylt nach Wenningstedt.

7. Runde: Golf-Club Sylt e.V.

Als ich dort um 7:40 Uhr ankam, war ich ganz allein. Weit und breit war noch kein anderer Golfer zu sehen. Ich schoss ein paar Fotos und startete meine Runde an Bahn 1. Bereits am ersten Grün erahnte ich, wie super gepflegt diese auf der Anlage sein werden. Die Bälle glitten sanft wie über einen Teppich in Richtung Loch. Makellos. Ich traute mich kaum, das Grün zu betreten, so sauber und gepflegt war es. Während ich meine neun Löcher spielte, sah ich links und rechts emsiges Treiben. Unheimlich viele Greenkeeper waren im Einsatz, um die mittlerweile dreijährige Umgestaltung des Platzes voranzutreiben und im Juni abzuschließen. Das bedeutete allerdings auch, dass ich an der Bahn 10 vor dem Schild „Platz gesperrt“ stand nicht mehr weiter, wusste.
Ich ging ins Sekretariat und freute mich, Frau Althoff zu treffen. Sie ist die Clubsekretärin und klärte mich auf, dass man von der 7 direkt zur 11 gehen sollte und von dort die 11-15 spielen kann. Im Anschluss an die 15 könnte man dann abschließend die 8 und die Bahn 9 spielen. Da war ich ja nun völlig falsch gelaufen. Gar nicht schlimm und Frau Althoff erklärte mir den direkten Weg zur 11. Mit meinem Pfadfinderinstinkt habe ich die letzten Bahnen gefunden. Aufgrund der Baumaßnahmen schloss die Runde nach 14 gespielten Bahnen ab.

Wieder im Sekretariat angekommen, überreiche mir Frau Althoff ein Tee-Geschenk der drei öffentlichen Golfanlagen von Sylt und bot mir einen Kaffee an. Ich war total begeistert und freute mich sehr. Während unseres kurzen Gesprächs, berichtete mir Frau Althoff noch etwas über den weiteren Bauverlauf und lud mich für eine weitere Runde nach abgeschlossenem Umbau wieder auf die Anlage ein. Liebe Frau Althoff, ganz herzlichen Dank, ich werde wiederkommen.
Im Vergleich zu den Anlagen auf dem Festland, haben die Clubs hier auf der Insel weniger Probleme mit den feuchten Fairways und den zu geregneten Bunkern. Der Platz ließ sich einwandfrei spielen und es hat großen Spaß gemacht. Um 10:45 Uhr machte ich mich schließlich auf den Weg zu Golfplatz Nummer 2 für diesen Tag und fuhr bei leichtem Nieselregen zum Marine Golfclub Sylt.

Der Golf-Club Sylt e.V. zählt rund 1.300 Mitglieder. Es spielt gemischtes Publikum auf dem 18-Loch Championship Golf Course. Auf dem 9-Loch Kurzplatz fühlen sich insbesondere Einsteiger wohl. Die Startzeiten sind vorab online zu buchen. Die Platzstruktur ist offen gehalten. Man hat einen schönen Ausblick aufs Watt und den Leuchtturm. Der Platz hat einen Schwierigkeitsgrad von 5 (1 leicht / 10 schwer) Golfcarts sind reservierbar und Umkleideräume sowie Duschmöglichkeiten sind vorhanden. Kosten für eine Greenfee betragen derzeit bei 18-Loch: Mo.-So. 90,00 € (18-Loch) in der Nebensaison und 100,- Euro in der Hauptsaison Eine Gastronomie befindet sich im Reetgedeckten Clubhaus. Weitere Infos: www.golfclubsylt.de

8. Runde: Marine Golf Club Sylt

Bei abflauendem Nieselregen bin ich noch vor 11:00 Uhr gut im Marine Golfclub Sylt angekommen. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass dieser Club genau am Flughafen liegt, dann hätte ich ja auch mit dem Flugzeug kommen können. Patrick, der Clubsekretär, berichtete mir, dass hin und wieder einige Schweden morgens nach Sylt fliegen, eine Runde Golf spielten und dann wieder zurückfliegen. Verrückt! Vielleicht hat ja jemand Kontakt zu einem Piloten?
Patrick empfahl mir eine etwas spätere Startzeit zu nehmen, da gerade vor mir eine Vierergruppe gestartet war. So begann ich um 11:40 Uhr meine Runde. Der Platz, ein so genannter Links-Course, machte richtig Spaß. Die ganze Anlage ist gekennzeichnet von einer tollen Platzstruktur. Keine Bahn ist langweilig. Zwar sind die Fairways auch hier etwas breiter, doch ich glaube im Sommer, wenn das Rough etwas höher ist, dann verzeiht der Platz keine Fehlschläge. Ich war heute jedenfalls froh, dass die Vegetation noch nicht soweit war und das Rough gerade gemäht wurde. Wasserhindernisse sucht man vergeblich. Hier und da ein Graben, das war’s dann aber auch. Allerdings haben es die Bunker in sich. Diese sind teilweise tief und steil und auch das wellige Gelände fordert einen heraus. Ich kann diesen Platz bedingungslos weiterempfehlen und würde ihn sofort noch einmal spielen. Kurz vor meiner Abfahrt hatte ich noch die Möglichkeit, die Clubmanagerin Sabine kennenzulernen, die mir sogar noch eine Spende überreichte. Ganz lieben Dank liebe Sabine, auch an dein Team. Mit einer guten Stunde Verspätung machte ich mich bei Sonnenschein auf den Weg zum Golfclub Budersand. Dort werde ich für meine neunte Runde und meine letzte am Tour Tag Nummer 4 erwartet. Ich freute mich schon auf den angeblich schönsten Golfplatz Deutschlands.

Der Marine Golf Club Sylt zählt ca. 800 Mitglieder. Es spielt gemischtes Publikum auf dem 18-Lochplatz. Es handelt sich um einen klassischen Linkscourse mit unterschiedlichen Schwierigkeiten, je nach Windrichtung. Es sind Golfcarts reservierbar und Umkleideräume sowie Duschmöglichkeiten sind vorhanden. Eine eigene Gastronomie, das “Marine-Bistro” ist bis auf montags täglich geöffnet. Kosten für eine Greenfee variieren je nach Saison und Tageszeit zwischen 65,- € und 100,-€ (18-Loch). Weitere Infos: www.sylt-golf.de

9. Runde: Golfclub Budersand Sylt

Ich habe eine gute Stunde vom Marine Golf Club bis zum Hotel Budersand gebraucht. Dort habe ich mein Rad in der Garage abgestellt und lernte dann Herrn Streck kennen. Herr Streck arbeitet im Marketing-Team vom Hotel und betreut unter anderem die Social-Media-Kanäle. Leider blieb nicht viel Zeit zum Austausch, denn Lena vom Golfclub Budersand wartete schon auf mich. Ich bekam ein kleines Gastgeschenk über das ich mich sehr gefreut habe. Dann folgte ein gemeinsames Foto und ich sah zu, dass ich auf die letzte Runde des Tages kam. Ich hatte immer noch Lust, man sollte es kaum glauben.
Kurz vor 17:00 Uhr stand ich am Abschlag von Bahn 1 und sah einen wunderbare Golfplatz vor mir. Ein Golfplatz, der schöner nicht sein kann. Alles Positive, was über diesen Platz schon geschrieben wurde, kann ich bestätigen. Der Blick in die Dünenlandschaft oder raus aufs Meer, es ist eine Augenweide.
Besonders genießen konnte ich es, weil ich offensichtlich der Letzte auf der Anlage war. Weit und breit war kein anderer Golfer zu sehen. Auf jeder Bahn und mit jeder wechselnden Perspektive hätte man viele wunderbare Fotos schießen können, aber ich bin ja zum Golfen hier. Und so durchlief ich grüne, saftige Fairways und genoss erstklassige Grüns. Die tiefen Bunker versuchte ich zu umgehen. Gefallen hat mir, dass die Wege von Bahn zu Bahn sehr kurz waren. Der Platz ist ein Links-Course und ganz schön „tricky“. Die Bahnen sind relativ schmal und somit bestand bei mir die Gefahr, bei jedem Schlag einen Ball zu verlieren. Solltet ihr hier einmal spielen, dann nehmt viele Bälle mit. Ich habe 3 Stunden für die 18-Loch-Runde gebraucht und jeden Schlag genossen. Wie heißt es so schön, das Beste kommt zum Schluss. Und somit habe ich für heute eigentlich alles richtig gemacht. Das nächste Mal, würde ich vor Budersand allerdings nicht noch zwei weitere Plätze spielen, obwohl diese auch sehr schön waren.

Der Golfclub Budersand Sylt ist ein exklusiver  Club und zählt 50 Mitglieder. Es spielt gemischtes Publikum auf dem 18-Lochplatz. Starten kann man an der Bahn 1 oder an der Bahn 10. Es handelt sich um einen klassischen Linkscourse, mit unterschiedlichen Schwierigkeiten, je nach Windrichtung. Die Platz hat daher  einen Schwierigkeitsgrad von 8 (1 leicht / 10 schwer). Es sind 10 Golfcarts reservierbar und Umkleideräume sowie Duschmöglichkeiten sind vorhanden. Statt einer Driving Range stehen zwei Abschlagsboxen und eine kleine Putting Area zur Verfügung. Eine eigene Gastronomie führt die Anlage nicht. Das Hotel Budersand bietet den Golfern vor 12 Uhr an, im Hotel an der Bar einen Kaffee zu sich zu nehmen. In der Saison hat das Hauseigene Restaurant Strönholt, Mittwochs bis Sonntags ab 12 Uhr geöffnet. Zudem gibt es ein kleines Starterhaus, in dem Getränke und kleine Snacks erworben werden können, sowie in der Saison einen Kaffee-Express, der seine Runden über den Platz fährt. Es gibt unterschiedliche Greenfeepreise, die je nach Saison (Winter-/Zwischen-/Hochsaison) variieren. Weitere Infos: www.gc-budersand.de

Morgen ist Endspurt. Es geht nach Morsum. Mal sehen, ob ich noch laufen kann.
Jetzt gibt es etwas zu Essen und eine lange Dusche.

Fazit Tourtag 4:
Fahrradkilometer: 51,8
Golf-Club Sylt gelaufene Kilometer: 7,64 
Marine Golf Club gelaufene Kilometer: 8,36
Golfclub Budersand gelaufene Kilometer: 7,87

In diesem Sinne bis morgen!
Euer Dirk

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