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Die Etappen bis zur Vierplätzetournee
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Etappe 1 am 05.05.: Um 17 Uhr Startschuss und Auftakt mit der NCL-Stiftung im Peiner Hof
Gesamtetappe: ca. 15km und 8,9km Golf
Mit einem besonderen Auftakt startete gestern offiziell meine Tour „Birdies and Bike – die NCL Hope-Tour“. Um 17 Uhr versammelten sich zahlreiche enge Freunde, Wegbegleiter und Unterstützer im Peiner Hof, um mich auf die bevorstehenden 17 Tage zu verabschieden. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass sogar meine Eltern extra aus Itzehoe angereist sind, um beim Start dabei zu sein.
Ein besonderer Moment war auch der Besuch von Melissa Ortiz Gomez, die sich die Zeit nahm, über die unheilbare Krankheit Kinderdemenz zu informieren und die wichtige Arbeit der NCL-Stiftung vorzustellen. Gemeinsam testeten wir nicht nur einen kleinen Tanzschritt, sondern wagten uns auch an einen symbolischen ersten Abschlag.
Dann wurde es ernst: Die Sirene ertönte und der erste Flight mit Gabi, Bettina und Björn ging gemeinsam mit mir auf die Runde. Die ersten 18 Loch der Tour waren gespielt – und nach knapp 9 Kilometern erreichten wir um 21:10 Uhr gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit wieder das Clubheim.
Damit ist der Start geglückt und die Vorfreude auf die kommenden Tage wächst. Morgen führt mich die Tour über Hittfeld weiter nach Soltau, wo – wenn das Wetter mitspielt – beide Plätze gespielt werden sollen.
Etappe 2 am 06.05.: von Rellingen zum Hamburger Land & Golf Club Hittfeld e.V. und Golfpark Soltau
Gesamtetappe: ca. 117km radeln und 8,5km Golf
Der zweite Tag der „Birdies and Bike – die NCL Hope-Tour“ begann früh: Bereits um 5 Uhr klingelte der Wecker und pünktlich um 6 Uhr machte ich mich auf den Weg Richtung Hamburg. Wie schon 2020 auf meiner Tour nach München sollte eigentlich der Fähranleger Teufelsbrück meine Verbindung über die Elbe sein. Doch diesmal lief nicht alles nach Plan: Die Fähre brachte mich nicht nach Finkenwerder, sondern direkt zum Airbusgelände. Dort war allerdings alles abgesperrt und die Security ließ ausschließlich Airbus-Mitarbeiter passieren. Also blieb mir nichts anderes übrig, als wieder zurückzufahren und die Elbe schließlich über Neumühlen zu queren. Fast 45 Minuten gingen dadurch verloren.
Trotzdem erreichte ich gegen 9:35 Uhr fast pünktlich den Hamburger Land- und Golf-Club. Patrice, der Clubmanager, begrüßte mich herzlich und schickte mich direkt auf die Runde, da bereits die ersten Regentropfen fielen.
Der Platz beeindruckte mich sofort: anspruchsvoll, wunderschön gelegen und mit einigen ordentlichen Höhenmetern. Wer hier spielt, wird ein Cart definitiv zu schätzen wissen. Ich entschied mich allerdings dafür, mein Bag selbst über die rund 8,5 Kilometer zu tragen.
Bereits an Bahn 6 meldete sich der Golfpark Soltau telefonisch bei mir. Das vor meinem geplanten Abschlag stattfindende Turnier wurde aufgrund des schlechten Wetters abgesagt und ich hätte deutlich früher als ursprünglich geplant starten können. Dazu kam es allerdings nicht mehr. Der Regen wurde zunehmend stärker und ging schließlich in heftigen Dauerregen über. Gemeinsam mit Cathrin, meine Flightpartnerin in entschied ich mich daher schweren Herzens, die Runde zu verschieben.
Stattdessen fuhr ich ins Park Hotel Soltau, das mich freundlicherweise zu einer Übernachtung eingeladen hatte. Das Hotel liegt direkt am Ortseingang, sodass ich schnell unter die Dusche konnte. Nach ein, zwei Instagram-Storys ging es dann auch schon zum Abendessen und anschließend direkt ins Bett, um Kraft für den nächsten Tag zu sammeln.
Morgen geht die Tour im Golfpark Soltau um 9 Uhr weiter – hoffentlich bei etwas freundlicherem Wetter.
Etappe 3 am 07.05.: von Soltau nach Hannover
Gesamtetappe: ca. 92km und 8,7km Golf
Heute begann mein Tag pünktlich um 7 Uhr mit dem Wecker. Nach einem zügigen Frühstück stand ich schon um 9 Uhr am Golfpark Soltau, wo Katrin (Instaprofil @mothers_ad) auf mich wartete. Wir hatten eine richtig schöne 9-Loch-Runde – am Ende sind es sogar 11 Löcher geworden, bevor ich allein weiterspielte. Danach ging es aufs Rad – Ziel: Hannover. Unterwegs gab’s ein Navigationsabenteuer: Ich landete kurz auf dem Golfplatz, wo ein Greenkeeper mich freundlich zurückwies. Also: Neu navigiert. Um 19 Uhr kam ich trotz stetem Gegenwind im Hotel an. Ich wurde super freundlich empfangen, mein Fahrrad bekam einen sicheren Platz in der Garage, und mein Zimmer ist ausreichend klein und blitzsauber. Nach einer erholsamen Dusche ging es gegen 20 Uhr zum Abendessen. Ein voller, aber gelungener Tag!
08.05. Abschlag in Rethmar
Gesamtetappe: ca. 104km und 9,8km Golf
Mein Wecker riss mich um 6:15 Uhr aus dem Schlaf, denn um 8:20 Uhr musste ich in Rethmar auf dem Golfplatz stehen. Zuvor radelte ich 10 Kilometer vom Parkhotel zum Glück – Bilm dorthin. Die Runde begann mit blauen Himmel und meine Stimmung war super. Anfangs noch mit schweren Beinen, verlief die Runde zunehmend leichtfüßiger. Zunehmend waren auch die Wolken und es wurde kühler. Die Fairways waren zwar durch den Regen der letzten Tage sehr aufgeweicht, aber ich spielte durch. Nasse Füße, eine völlig verdreckte Hose. Nach knapp drei Stunden war ich fertig und tauschte mich sehr nett mit dem Gastro-Wirt Gökhan aus, der sogar für den guten Zweck meine Spendendose auffüllte. Anschließend fuhr ich 94 Kilometer weiter nach Nörten-Hardenberg, um am nächsten Morgen um 8:30 Uhr erneut abzuschlagen.
Etappe 4 am 09.05.: von Nörten-Hardenberg zum Golf Club Hardenberg
Gesamtetappe: ca. 12km und 8,75 Golf
Heute steht nur eine Radletappe an, ohne zu Golfen. Die Route führt mich durch hügelige Landschaften.
Am 09.05. ist das Spielen auf zwei Golfanlagen geplant.
Heute stand eine dieser Etappen an, die einem lange in Erinnerung bleiben. Der Tag begann mit 12 Kilometern vom Hotel Sachsenross bis zum Golfclub Hardenberg – eine Strecke, die bereits Lust auf mehr machte. Auf dem wunderbaren Göttingen Course warteten anschließend 8,75 intensive Kilometer voller sportlicher Herausforderungen. Der Platz präsentiert sich ambitioniert und anspruchsvoll, ohne dabei seinen besonderen Charme zu verlieren. Bei bestem Wetter machte jede Bahn einfach Freude und bot genau die Mischung aus Konzentration, Bewegung und Genuss, die den Golfsport so besonders macht.
Doch damit war der Tag noch lange nicht beendet.
Etappe 5 am 09.05.: von Hardenberg zum Sport- und Golf-Resort Gut Wissmannshof
Gesamtetappe: ca. 60km und 10,67km Golf
Weitere 60 Fahrradkilometer lagen vor mir – und nicht jeder Abschnitt davon war komfortabel. Teilweise führte die Strecke über durchaus fragwürdiges Terrain, sodass ich immer wieder absteigen und mein komplettes Equipment schieben musste. Gerade diese Momente machen eine Tour jedoch oft besonders: Sie fordern Geduld, Durchhaltevermögen und manchmal auch eine Portion Humor.
Am Ende erreichte ich schließlich das Hotel & Golfresort Wissmannshof – erschöpft, aber zufrieden. Dort erwartete mich ein tolles Zimmer und zudem die Möglichkeit, meine späte Startzeit von 17:50 Uhr auf 17:10 Uhr vorzuverlegen. Eine kleine Geste mit großer Wirkung, denn so blieb nach der Runde noch genügend Zeit, die Gastronomie des Hauses zu genießen.
Auch der Platz am Wissmannshof wusste absolut zu überzeugen. Ähnlich schön wie Hardenberg, zugleich mit eigenem Charakter und zahlreichen Bunkern, die höchste Aufmerksamkeit verlangten. Über 10 Kilometer war ich dort unterwegs und spürte mit jedem Schritt, wie intensiv dieser Tag gewesen war. Das anschließende Abendessen hatte ich mir mehr als verdient – und genau solche Tage sind es, die Sport, Natur und Reisen auf wunderbare Weise miteinander verbinden.
Etappe 6 am 10.05.: vom Gut Wissmannshof in Richtung Golfclub Fulda Rhön
Gesamtetappe: ca. 160,1km
9 Uhr. Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen vom Gut Wissmannshof. Vor mir lag die bislang längste und zugleich anstrengendste Etappe meiner Tour – das Ziel: Hofbieber. Voller Respekt vor den kommenden Kilometern schwang ich mich wieder aufs Fahrrad. Doch schon nach wenigen hundert Metern zeigte sich, dass dieser Tag mir einiges abverlangen würde.
Die Navigation schickte mich erneut auf Wege, die für mein Gespann kaum geeignet waren. Besonders mein Anhänger machte viele Strecken zur echten Herausforderung. Schotterpisten, holpriges Kopfsteinpflaster, steile Anstiege oder sogar Wiesenwege – immer wieder musste ich anhalten, neu überlegen und alternative Routen suchen. Es war einer dieser Tage, an denen nicht nur die Beine arbeiten, sondern vor allem Geduld und Durchhaltevermögen gefragt sind. Aber es gab auch, wenige, entspannte Tourphasen. Zum Beispiel am Fuldaradweg entlang.
Umso schöner war der Moment, als mein Freund Olaf dazustieß. Plötzlich wurden die Ladepausen kurzweilig, die Stimmung leichter und die Anstrengung teilbarer. Gemeinsam erreichten wir Rotenburg an der Fulda, wo uns eine ganz besondere Begegnung erwartete: Nusret, der Besitzer der Eisdiele Cristallo, unterstützte meine Aktion mit einer Spende und lud Olaf und mich spontan auf ein Eis ein. Was für eine herzliche Geste! Solche Begegnungen machen diese Reise so besonders. Da komme ich gerne wieder vorbei – vielleicht dann allerdings ohne Fahrrad und Anhänger.
Nach dieser kleinen Stärkung ging es weiter durch die hügelige Rhön. Die Landschaft war wunderschön, aber die Strecke blieb anspruchsvoll. Immer wieder musste ich stoppen, den Akku laden oder die Navigation korrigieren. Nach rund 120 Kilometern gönnten Olaf und ich uns in Kerspenhausen eine wohlverdiente Pause bei einem Schnitzel. Kraft tanken für die letzten Kilometer.
Dann begann der Endspurt: Noch 40 Kilometer bis zum Hotel. Die Müdigkeit saß inzwischen tief in den Beinen, aber das Ziel rückte näher. Sechs Kilometer vor dem Ziel dann der nächste Rückschlag: Mein Akku versagte komplett. Wieder war Olaf zur Stelle und brachte mir den Ersatzakku vorbei. Ohne seine Unterstützung wäre dieser Tag deutlich schwerer geworden.
Mit neuer Energie ging es schließlich die letzten Kilometer rasant Richtung Hotel. Erschöpft, aber glücklich kam ich an. Ein Tag voller Herausforderungen, spontaner Hilfe, wertvoller Begegnungen und echter Freundschaft. Genau diese Momente zeigen mir immer wieder, warum sich jede Anstrengung lohnt.
Abschlag in Golfclub Fulda Rhön morgen am 11.05. um 9 Uhr
Etappe 7 am 11.05.: vom Golfclub Fulda Rhön nach Bad Kissingen
Gesamtetappe: ca. 73km und 8,2km Golf
Regen, Rhön und Rückenwind für den guten Zweck
Eigentlich sollte mein heutiger Golftag im Golfclub Fulda Rhön ganz entspannt erst um 9 Uhr beginnen.
Doch manchmal haben Tage ihre eigene Dynamik — und so war ich deutlich früher wach als geplant.
Da das Hotel ohnehin kein Frühstück anbot, entschied ich mich kurzerhand, direkt aufzubrechen. Bereits um 8 Uhr stand ich an Tee 1. Die Atmosphäre war besonders: ruhig, frisch, beinahe mystisch. Kein Trubel, nur der Platz, die Natur und dieser besondere Moment am frühen Morgen.
Am Grün der Bahn 3 bekam ich dann überraschend Gesellschaft. Hanan, die Clubmanagerin, kam dazu und begleitete mich bis zur 9 — obwohl sie montags eigentlich ihren freien Tag hat. Diese Herzlichkeit und spontane Unterstützung haben mich wirklich berührt. Vielen lieben Dank dafür!
Das Wetter meinte es allerdings weniger gut mit uns. Bereits an Bahn 4 begann es leicht zu tröpfeln, und aus dem feinen Nieselregen wurde schnell ein anhaltender Dauerregen.
Trotzdem hatte der Platz seinen ganz eigenen Zauber. Wunderschön eingebettet in die Landschaft der Rhön spielte ich Bahn für Bahn weiter und genoss die besondere Stimmung, die Regen manchmal erzeugen kann.
Mein bester Freund und treuer Versorgungshelfer Olaf begleitete mich durch den strömenden Regen bis zum Schluss. Gemeinsam wurden die Bedingungen aber auch nicht leichter.
Nach der Runde wartete im Sekretariat bei Andrea noch ein heißer Kaffee — genau das Richtige, um wieder etwas Wärme in den Körper zu bekommen.
Doch lange blieb keine Zeit zum Ausruhen.
Kurz trocknen, aufwärmen, neu sortieren — und bereits um 12:30 Uhr saß ich wieder auf dem eBike.
Weitere 75 Kilometer lagen vor mir:
über den wunderschönen Milseburgradweg, vorbei an Bad Neustadt an der Saale bis nach Bad Bocklet ins Hotel.
Am Ende des Tages blieb vor allem eines:
Nass. Müde. Glücklich.
Und gleichzeitig voller Dankbarkeit für all die Menschen, die diese Reise begleiten, unterstützen und möglich machen.
Morgen geht es früh weiter Richtung Bad Kissingen.
Für eine Zukunft ohne Kinderdemenz.
Die Tour geht in die nächste Phase.
Etappe 8 am 12.05.: von Bad Kissingen nach Kitzingen
Gesamtetappe: ca. 94,4km und 8,2km/8,6km Golf
Heute spiele ich die beiden Anlagen Golfclub Bad Kissingen und Golfclub Kitzingen
Tag 8 – Regen, gerissene Ketten und große Gastfreundschaft
Heute Morgen klingelte der Wecker früh – sehr früh. Um 7:30 Uhr stand ich bereits wieder auf dem Golfplatz. Tag 8 meiner Reise, Platz Nummer 8: Bad Kissingen. Und wie sollte es anders sein? Wieder ohne Frühstück. Dafür aber erneut komplett im Regen. Langsam entwickelt sich das wohl zu einer festen Kombination.
Zum Glück tauchte Olaf kurz vor 9 Uhr wie ein Retter auf und brachte mir zwei Brötchen vorbei. Die wurden dann ganz stilecht am Abschlag der Bahn 16 verdrückt. Gourmet-Frühstück geht sicher anders – aber in diesem Moment hätte es kaum besser schmecken können.
Bereits gegen 10 Uhr war die Runde beendet und ich schwang mich wieder auf meinen Drahtesel, denn der nächste Platz wartete bereits: Kitzingen, Platz Nummer 9. Der Zeitplan war sportlich, aber bis zur Mitte der Strecke lief alles nach Plan. Dann der Schockmoment: Meine Fahrradkette riss.
Für einen kurzen Augenblick dachte ich wirklich: „Das war’s jetzt.“
Doch manchmal passt einfach alles zusammen. Olaf befand sich zufällig genau zum vereinbarten Zeitpunkt in der Nähe eines Fahrradgeschäfts. Also schnell das Nötigste organisiert, repariert und weiter ging die Fahrt. Und als kleines Highlight unterwegs gab es in Volkach sogar noch ein Eis – ein kurzer Moment von Sommer mitten zwischen Regenwolken, Kilometerstress und Zeitdruck.
Pünktlich kam ich schließlich in Kitzingen an. Dort erwartete mich ein Empfang, der mich wirklich tief bewegt hat. Ich wurde unglaublich herzlich und voller Freude begrüßt. Die 1. Herren- und Damenmannschaft waren vor Ort und überreichten mir zusätzlich noch eine beträchtliche Spendensumme für die NCL-Stiftung.
Von Herzen: Danke.
Das ist alles andere als selbstverständlich und bedeutet mir unglaublich viel.
Anschließend durfte ich gemeinsam mit Ludwig und Fabian noch eine entspannte 18-Loch-Runde spielen. Und dann passierte tatsächlich noch etwas Besonderes: An Bahn 7 gelang mir ein Birdie. Natürlich blieb das nicht folgenlos – meine Flightpartner luden mich direkt zum obligatorischen Birdieschnaps ein.
Ein perfekter Abschluss eines ohnehin schon ereignisreichen Tages.
Oder fast perfekt. Denn kurz vor Schließung der Gastronomie durften Olaf und ich uns vom Gastrochef sogar noch ein Essen aussuchen. Nach Regen, Fahrradpanne, langen Kilometern und zwei Golfplätzen fühlte sich diese Gastfreundschaft beinahe luxuriös an.
Ich bin heute wieder einmal überwältigt davon, wie viele Menschen mich auf dieser Reise unterstützen, mitfiebern und mir begegnen. Genau diese Momente bleiben hängen. Nicht nur die Kilometer, nicht nur die Plätze – sondern die Menschen dahinter.
Danke für diesen besonderen Tag 8.
Etappe 9 am 13.05.: von Kitzingen zum Golfclub Rothenburg-Schönbronn
Gesamtetappe: ca. 79km und 8,1km Golf
Der Morgen im Hotel Cavallestro begann früh. Bereits um 6:15 Uhr klingelte der Wecker im Richthofen Circle. Draußen war es noch kühl und grau, doch um 7 Uhr wartete ein leckeres Frühstück – genau die richtige Grundlage für den nächsten Abschnitt der Tour. Gegen 8:30 Uhr saß ich wieder auf dem Fahrrad. Das heutige Ziel: der rund 67 Kilometer entfernte Golfpark Rothenburg-Schönbronn. Inzwischen fühlt sich selbst diese Distanz fast wie ein Katzensprung an.
Doch der Tag machte es mir alles andere als leicht. Es war kalt, ungemütlich und der Wind blies mit voller Kraft von vorne. Teilweise so stark, dass selbst bergab kein Rollenlassen möglich war – ich musste weiter treten, nur um das Tempo zu halten. Solche Momente zeigen, dass nicht allein die Kilometer zählen, sondern vor allem die Bedingungen, unter denen man sie bewältigt.
Nach etwa dreieinhalb Stunden erreichte ich schließlich die Golfanlage. Dort wurde ich von Friedrich herzlich empfangen. Er kümmerte sich sofort um meinen Akku und überraschte mich zusätzlich mit einer kleinen Fairwayverpflegung. Nach der anstrengenden Fahrt tat diese Herzlichkeit besonders gut. Genau solche Begegnungen machen diese Reise aus – man kommt an fremde Orte und fühlt sich dennoch willkommen wie bei Freunden.
Ohne lange Pause ging es direkt auf die Runde. Der Platz präsentierte sich wunderschön und angenehm entspannt. Sanfte Hügel, abwechslungsreiche Spielbahnen und immer wieder neue Perspektiven in die fränkische Landschaft machten die Runde besonders reizvoll. Kein spektakulärer Showplatz, sondern eine Anlage mit Charakter und Ruhe.
Am 17. Loch tauchte dann überraschend Horst Döllinger, der Besitzer des Clubs, auf. Darüber habe ich mich wirklich gefreut. Nach drei Stunden Golf meldete sich langsam der Hunger – umso schöner, dass Horst Döllinger uns direkt zum Abendessen ins Restaurant „Fuchs und Hase“ einlud. Ein herzliches Dankeschön für diese großartige Gastfreundschaft.
Nach einem langen Tag im Gegenwind, vielen Eindrücken und guten Gesprächen ging es anschließend weiter ins etwa 12 Kilometer entfernte Wörnitz zum nächsten Hotel. Wieder ein Tag, der gezeigt hat: Es sind nicht nur die Strecken oder Golfplätze, die diese Reise besonders machen – es sind vor allem die Menschen entlang des Weges.
Etappe 10 am 14.05.: vom Golfclub Rothenburg-Schönbronn nach Heidenheim
Gesamtetappe: ca. 108,6km
Manchmal weiß ich gar nicht in welchem Ort ich mich befinde, so schnell rauschen die Tage an mir vorbei. Heute früh bin ich im gemütlichen Bed & Breakfast Apfelstern in Wörnitz aufgewacht – jetzt liege ich bereits im Akzent Hotel Hirsch in Heidenheim und lasse einen langen, intensiven Tag ausklingen.
Mittlerweile stehen über 900 Kilometer auf dem Fahrrad, zehn bespielte Golfanlagen und mehr als 87 Kilometer zu Fuß auf den Golfplätzen hinter mir. Wenn ich diese Zahlen lese, klingt das fast unwirklich. Doch jeder einzelne Kilometer erzählt seine eigene Geschichte.
Eigentlich sollte die heutige Etappe „nur“ 75 Kilometer lang werden. Laut Navigation war dafür eine Fahrzeit von rund fünf Stunden angesetzt. Am Ende zeigte mein Tacho jedoch knapp 109 Kilometer und knapp sechseinhalb Stunden Fahrzeit an. Solche Tage lehren mich immer wieder Demut – denn egal, wie gut man plant, unterwegs schreibt das Leben oft seine ganz eigene Route.
Und dennoch: Es war eine wunderschöne Strecke. Heute führte mich mein Weg durch einige der beeindruckendsten Orte der deutschen Fachwerkstraße. Dinkelsbühl und Nördlingen haben mich mit ihrer besonderen Atmosphäre sofort in den Bann gezogen. Diese historischen Städte wirken fast wie aus einer anderen Zeit – voller Charme, Geschichte und kleiner Momente zum Innehalten.
Gegen 16:15 Uhr erreichte ich schließlich das Akzent Hotel Hirsch in Heidenheim. Doch der Tag war noch nicht vorbei. Gemeinsam mit Olaf fuhr ich noch schnell zur Heidenheimer Voith-Arena, um dort einige Fotos für zwei Spendenübergaben an die NCL-Stiftung zu machen.
Zurück im Hotel kam dann ein Moment, der mich emotional bewegt hat: Olaf verabschiedete sich nach vier gemeinsamen Tagen. In dieser Zeit hat er mich mental und körperlich unglaublich unterstützt. Gerade auf so einer langen Reise merkt man, wie wertvoll echte Unterstützung, gute Gespräche und gemeinsame Erlebnisse sind. Für einen Tag bin ich nun auf mich allein gestellt – doch morgen in Ulm stößt meine Frau zu mir. Allein dieser Gedanke gibt mir bereits neue Kraft.
Kaum im Hotel angekommen, wartete direkt die nächste besondere Begegnung auf mich. Frau Heinle, die Betreiberin des Hotels, lud mich spontan zum Abendessen mit ihrer Familie ein. Eigentlich war heute ihr Ruhetag – umso schöner war diese herzliche Geste. Genau solche Momente machen diese Reise für mich so besonders.
Und ja: Die berühmten Maultaschen des Hauses verdienen ihren ausgezeichneten Ruf absolut. Es gab gebratene Maultaschen, Maultaschen in Brühe mit Zwiebelschmelze, dazu Kartoffelsalat und einen gemischten Salat. Zum Abschluss gönnte ich mir noch ein kleines Orangeneis. Nach so einem Tag schmeckt selbst ein einfaches Essen wie ein kleines Fest.
Jetzt liege ich im Zimmer, endlich in der Waagerechten, und spüre jeden einzelnen Kilometer des Tages. Morgen geht es weiter – rund 60 Kilometer bis nach Ulm, inklusive einer weiteren 18-Loch-Runde auf dem Golfplatz.
Diese Reise fordert mich jeden Tag aufs Neue. Aber sie zeigt mir auch, wie viel Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit unterwegs auf mich warten.
In diesem Sinne:
Gute Nacht aus Heidenheim – und bis morgen aus Ulm.
Etappe 11 am 15.05.: von Heidenheim zum Golf Club Ulm
Gesamtetappe: ca. 73km und 8,2km Golf
Heute Morgen um 7:30 Uhr klingelte der Wecker. Draußen hing der Himmel grau und schwer über Heidenheim, und ehrlich gesagt brauchte es einen kleinen Moment, bis ich mich aus dem Bett geschält hatte. Manche Tage beginnen leise und zurückhaltend – und entwickeln dann eine ganz besondere Kraft.
Beim Frühstück wurde dieser graue Morgen schnell heller. Gemeinsam mit der herzlichen Wirtin Frau Heinle saß ich in gemütlicher Atmosphäre zusammen. Sie erzählte mir mit spürbarer Leidenschaft von Heidenheim, von der Geschichte des Hotels und von den Menschen hier in der Region. Genau diese Begegnungen machen eine Reise oft so wertvoll: echte Gespräche, ehrliche Herzlichkeit und das Gefühl, willkommen zu sein.
Um 10 Uhr machte ich mich erneut auf den Weg den Berg hinauf zur Voith-Arena. Dort wartete um 10:50 Uhr ein Termin, auf den ich mich ganz besonders gefreut hatte: ein Treffen beim 1. FC Heidenheim.
Direkt im Stadion durfte ich Trainer Frank Schmidt treffen – bodenständig, offen und unglaublich sympathisch. Ich konnte ihm von Kinderdemenz erzählen, von der Mission der Vierplätzetournee und davon, warum diese Reise so viel mehr ist als nur Golfspielen. Es war beeindruckend zu erleben, wie aufmerksam und interessiert er zuhörte. Ohne Zögern sagte er sofort seine Unterstützung in Form einer großzügigen Spende zu. Außerdem signierte er Trikots und mein Leibchen der Tournee. In solchen Momenten spürt man: Aufmerksamkeit und Menschlichkeit können unglaublich viel bewegen.
Natürlich fiel der Abschied danach nicht leicht. Doch der nächste Termin wartete bereits, also ging es weiter Richtung Ulm.
Im Golf Club Ulm wurde ich schon herzlich erwartet – von Clubmanager Frank Steyer, Sportvorstand Nicolaus Gollrad und Silvia Hanke aus Marketing und Vertrieb. Durch meinen längeren Aufenthalt beim 1. FC Heidenheim kam ich allerdings mit rund zwei Stunden Verspätung an. Aber manchmal sind die schönsten Begegnungen eben nicht exakt planbar.
Um 16:30 Uhr ging es schließlich auf die Runde. Nico Gollrad begleitete mich über den Platz, und spätestens als meine Frau Alex nach Bahn 9 dazukam, war der Tag endgültig rund. Es sind oft genau diese kleinen Momente des Zusammenseins, die unterwegs Kraft schenken.
Wie fast schon gewohnt setzte dann natürlich auch wieder der obligatorische Regen ein. Doch selbst das konnte die Stimmung nicht trüben. An Bahn 11 gelang mir sogar ein wunderbares Birdie – und fast symbolisch klarte kurz darauf der Himmel wieder auf. Noch vor der Dämmerung ließ sich sogar die Sonne blicken und tauchte den Platz in ein warmes Licht.
Die Runde mit Nico hat unglaublich viel Freude gemacht, auch wenn mein Score heute sicherlich nicht zu den besten gehörte. Aber an manchen Tagen erzählt nicht die Zahl auf der Scorekarte die eigentliche Geschichte.
Nach der Runde ließen Alex und ich den Abend ganz entspannt bei einem Schnitzel und einem alkoholfreien Weizen in der Clubgastronomie ausklingen. Müde, dankbar und erfüllt von vielen besonderen Begegnungen.
Und genau dafür bin ich unterwegs. Für Menschen mit Herz. Für Aufmerksamkeit. Für gemeinsame Momente. Und für die Hoffnung, mit dieser Tour ein kleines Stück bewegen zu können.
Etappe 12 am 16.05.: vom Golf Club Ulm nach Oberstdorf
Gesamtetappe: ca. 128,4km
Regen, Hagel, Platten – und am Ende doch glücklich angekommen
Was war das wieder für ein Tag?
Im Grunde stand heute mein letzter großer Transfertag außerhalb der Vierplätzetournee an. Die Strecke führte mich vom Hotel Feyrer bis zum Hotel Alpenhof – laut Navi knapp 120 Kilometer mit dem Fahrrad.
Schon am Morgen begann der Tag mit einer freundlichen Geste: Frau Kreutle vom Hotel Feyrer kümmerte sich darum, dass ich mein Fahrrad wieder aus dem Seminarraum holen konnte, der kurzerhand als Garage diente. Vielen Dank dafür!
Danach ging es zunächst trocken Richtung Süden. Die Strecke führte über Memmingen, Kempten, Immenstadt im Allgäu und Sonthofen weiter Richtung Oberstdorf. Doch die Eisheiligen wollten offenbar noch einmal zeigen, dass sie noch nicht ganz vorbei sind. Immer wieder zogen leichte Schauer durch, und kurz vor Kempten gab es sogar Hagel.
In Memmingen und später noch einmal in Kempten musste ich jeweils einen kurzen Stopp einlegen, um den Akku wieder aufzuladen. In Kempten trafen wir außerdem Andi und Sandra, die gemeinsam mit uns ein paar Tage in Oberstdorf verbringen werden. Solche Begegnungen unterwegs geben nochmal neue Energie.
Die letzten Kilometer rollten dann eigentlich ganz entspannt Richtung Ziel. Doch dann passierte genau das, was unterwegs eigentlich nicht passieren darf: Auf dem Illerdamm zwischen Sonthofen und Fischen im Allgäu bekam ich plötzlich einen Platten.
Kurz kam leichte Panik auf. Ein Reparaturkit hatte ich zwar dabei – allerdings kein passendes Werkzeug. Ich sprach kurz mit Alex, um mich wieder etwas zu erden, und entschied mich dann, den ADAC anzurufen.
Und was soll ich sagen: Was für ein großartiger Service!
Nach etwa einer Stunde kam der „gelbe Engel“ tatsächlich angefahren, und nur rund 30 Minuten später war das Loch gefunden und repariert. Eine riesige Erleichterung.
Also ging es wieder aufs Rad und die letzten Kilometer Richtung Ziel. Gegen 20:30 Uhr kam ich schließlich im Restaurant an, wo Alex, Sandra und Andi bereits auf mich warteten.
Darauf gab es erstmal einen Burger – und zwei Marillenschnäpse.
Um 22:30 Uhr fiel ich dann glücklich und erschöpft ins Bett.
Ziel erreicht.
Etappe 13 am 17.05.: Pause in Oberstdorf
Gesamtetappe: ca. 10,8km
Mein erster Ruhetag in Oberstdorf
Am Samstag gönnte ich mir während meiner langen Reise meine erste echte Ruhepause. Nach den vergangenen intensiven Tagen tat es gut, einmal etwas Tempo herauszunehmen und den Tag bewusst entspannt zu beginnen.
Im Hotel Alpenhof schliefen wir aus und gingen gegen 9 Uhr gemütlich frühstücken. Ohne Hektik, ohne Zeitdruck – einfach den Morgen genießen. Danach trafen wir uns mit unseren Freunden Andi und Sandra aus München, die uns in Oberstdorf besuchten. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Freibergsee nahe der berühmten Oberstdorfer Skiflugschanze.
Die Runde um den See war genau das Richtige. Die beeindruckende Bergkulisse, die frische Luft und das ruhige Gehen taten unglaublich gut. Nach den vielen Kilometern der vergangenen Tage konnten sich meine Beine endlich etwas entspannen. Natürlich durfte auch eine kleine Einkehr nicht fehlen: In der Gastro am See gönnten wir uns noch ein Getränk, bevor wir gemütlich zurück zum Parkplatz an der Skiflugschanze liefen.
Anschließend ging es noch einmal zurück ins Hotel. Ich machte mich frisch, denn am Abend stand ein besonderes Highlight auf dem Programm: die offizielle Eröffnungsfeier der Vierplätzetournee im Golfclub Oberstdorf.
Gegen 18 Uhr rollte ich mit dem Fahrrad zum Veranstaltungsort – und wurde dort überwältigend empfangen. Feuerwerk, Jubel, Musik und eine unglaubliche Stimmung erwarteten mich. Dieser Moment hat mich wirklich tief berührt. Mit so viel Herzlichkeit und Begeisterung empfangen zu werden, war etwas ganz Besonderes.
Wow – danke Oberstdorf für diesen unvergesslichen Abend!
Etappe 14. am 18.05.: Golfrunde 12 in Oberstdorf und Schanzenshot
Gesamtetappe: ca. 19,9km
Zwischen Fairway und Skiflugschanze – ein Tag voller Emotionen im Allgäu
Heute klingelte der Wecker für mich wieder früh. Nach einem schnellen Frühstück ging es direkt weiter zum Golfclub Oberstdorf, wo ich um 9:42 Uhr meine Abschlagszeit hatte.
Die Bedingungen hätten kaum besser sein können: strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und beste Stimmung. Doch auf dem Platz wollte es heute einfach nicht laufen. Mein Spiel war schwach und ich merkte schnell, wie sich im Flight eine gewisse Ungeduld breitmachte. In solchen Momenten beginnt man automatisch nach Gründen zu suchen – und mir wurde bewusst, dass inzwischen mehr als 1.100 Kilometer auf dem Fahrrad in meinen Beinen stecken.
Vielleicht war genau diese Erkenntnis der Wendepunkt des Tages. Die Stimmung lockerte sich, wir nahmen das Ganze etwas entspannter und genossen die Runde trotz des sportlich enttäuschenden Scores, nun aber mit Regen. Nicht jeder Tag auf dem Golfplatz ist ein Glanztag – manchmal geht es eben mehr darum, die Situation anzunehmen und trotzdem Freude am Spiel zu behalten.
Am Nachmittag wartete dann jedoch ein absolutes Highlight, leider im strömenden Regen auf mich: Um 16 Uhr ging es hinauf zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze.
Allein dort oben zu stehen, wo normalerweise Skiflieger Weiten von über 200 Metern erreichen, war bereits ein Gänsehautmoment. Doch damit nicht genug: Ich durfte als Erster vom Schanzentisch ins Tal hinausschlagen. Ein Erlebnis, das sich kaum beschreiben lässt.
Der erste Ball verschwand nach links. Der Mulligan flog nach rechts. Und ehrlich gesagt: Mir schlotterten die Knie gewaltig. Dieser Moment zwischen Nervosität, Adrenalin und purem Staunen wird mir definitiv lange in Erinnerung bleiben.
Golf kann manchmal frustrieren. Aber genau solche besonderen Erlebnisse machen diese Reise unvergesslich.
Spannend war für mich, dass ich heute von Sky-Moderstor Uwe Bornemeier sowie seinem Team mit Jochen und Chris begleitet wurde.
Morgen geht es für mich weiter im Golfclub Oberallgäu. Mal sehen, was der nächste Platz bereithält.
Etappe 15. am 19.05.: Golfrunde 13 im Golfclub Oberallgäu
Gesamtetappe: ca. 26,7km
Zwischen Schotterwegen und Golfplatz – mein Tag im Oberallgäu
Heute war tatsächlich einmal ein eher entspannter Tag. Nach dem Frühstück gegen 8:00 Uhr machte ich mich kurz nach 9:00 Uhr auf den Weg zum Golfclub Oberallgäu. Laut App sollte der Golfclub nur rund neuneinhalb Kilometer entfernt sein — eigentlich eine lockere Strecke.
Zumindest in der Theorie.
Denn die Navigation schickte mich mit Fahrrad und Anhänger über Schotterwege, Waldpfade und matschige Abschnitte, bis ich plötzlich vor einer Schranke beziehungsweise einem Zaun stand, durch den ich mit meinem Anhänger schlicht nicht durchkam. Also blieb nur eins: umdrehen und einen Umweg fahren, um auf die reguläre Zufahrt zu gelangen. Am Ende kamen allein für Hin- und Rückweg über 19 Kilometer zusammen.
Am Golfclub angekommen, wurde ich direkt von Sky für erste Aufnahmen meiner Ankunft eingesammelt. Die Zeit wurde allerdings knapp, denn um 10:30 Uhr sollte bereits abgeschlagen werden. Zum Glück konnten wir unkompliziert mit einem anderen Flight tauschen und etwas später starten.
Bei bestem Wetter ging es dann endlich auf die Runde. Spielerisch lief es bei mir eher mäßig, während Iris, Christian und Björn richtig gut unterwegs waren. Aber genau das gehört manchmal eben auch dazu.
Nach etwas mehr als fünf Stunden kamen wir wieder am Clubhaus an. Für mich ging es anschließend mit Fahrrad und Anhänger zurück Richtung Hotel — diesmal allerdings über eine deutlich schnellere und angenehmere Strecke. Man lernt eben nie aus.
Morgen verabschiede ich mich von Oberstdorf und es geht wieder nördlich in Richtung Ottobeuren.
Etappe 16. am 20.05.: von Oberstdorf nach Ottobeuren
Gesamtetappe: ca. 80,7km
Die Vierplätzetournee hat heute ihren ersten Ruhetag eingelegt – zumindest offiziell. Für mich bedeutete das allerdings keineswegs Stillstand, sondern vielmehr die nächste Etappe auf dem Fahrrad. Langsam geht es wieder zurück Richtung Norden. Auf dem Programm standen heute rund 80 Kilometer von Oberstdorf nach Ottobeuren.
Der Start in den Tag verlief allerdings alles andere als ideal. Am Vormittag regnete es derart kräftig, dass an eine pünktliche Abfahrt kaum zu denken war. Also hieß es zunächst abwarten, Kaffee trinken und hoffen, dass die dunklen Wolken irgendwann weiterziehen. Ich nutzte die Zeit, um mich von den Chefinnen des Alpenhofs in Oberstdorf und von Frau Frank aus dem Hotel Franks zu verabschieden.
Mit etwa einer Stunde Verspätung konnte ich mich schließlich doch noch auf den Weg machen.
Die Strecke führte über Kempten und bot trotz des wechselhaften Wetters wieder einige schöne Eindrücke des Allgäus. Größere Zwischenfälle oder besondere Vorkommnisse blieben diesmal aus – was auf einer solchen Tour durchaus auch einmal angenehm sein kann. So konnte ich die Kilometer einfach genießen und den Kopf frei bekommen.
Am Ende des Tages erreichte ich das Parkhotel Maximilian in Ottobeuren, das für die nächsten Tage mein Ausgangspunkt sein wird. Morgen steht zunächst eine Runde im Golfclub bei Memmingen an, bevor ich einen Tag später dann den Platz in Ottobeuren spiele.
Die Kombination aus Bewegung, Natur und Golf macht diese Reise für mich zu etwas Besonderem. Auch wenn das Wetter heute nicht unbedingt auf meiner Seite war, gehören genau solche Tage eben genauso dazu wie die sonnigen Momente.
Etappe 17. am 21.05.: von Ottobeuren zum Golfclub nach Memmingen
Gesamtetappe: ca. 47,4km Radeln und 10,53km Golf
Endspurt in Sicht
Am 21.05. stand die vorletzte Etappe meiner Golfreise an: von Ottobeuren zum Golfclub Memmingen-Westerhart. Die Route führte mich über rund 21 Kilometer noch einmal durch leicht hügeliges Gelände rund um Memmingen bis hinaus nach Westerhart. Trotz der Anstiege ließ sich die Strecke gut fahren und ich war pünktlich um 10 Uhr am Platz, um entspannt meine Startzeit um 11 Uhr wahrzunehmen.
Der Platz lag mir überraschend gut. Endlich spielte ich einmal etwas konstanter und fand deutlich besser in meinen Rhythmus. Das tat nach den vergangenen Tagen richtig gut. Was allerdings an den Kräften zehrte, war die lange Wartezeit auf der Runde. Vor uns spielten langsamere Flights, sodass wir bei frühsommerlichen Temperaturen insgesamt über sechs Stunden unterwegs waren. Da wurde Geduld fast wichtiger als Technik.
Nach der Runde ging es zurück nach Ottobeuren. Dort ließen wir den Tag im Golfclub beim gemeinsamen Grillen ausklingen. In diesem Moment machte sich zum ersten Mal echte Erleichterung breit: Nur noch ein Platz liegt vor mir. Der Endspurt ist erreicht.
So schön der tägliche Austausch, die Begegnungen und die gemeinsame Zeit unterwegs auch sind – die Vorfreude auf Zuhause wächst inzwischen ebenfalls spürbar.
Etappe 18. am 22.05.: Letzter Platz, letzte Etappe zum Golfclub Ottobeuren
Gesamtetappe: ca. 4,9km Radeln und 9,93km Golf
Das große Finale in Ottobeuren
Letzter Platz, letzte Etappe, letzter Putt.
Nach einer guten Nacht startete ich mit einem besonderen Gefühl in den Tag.
Ich wusste: Heute entscheidet sich alles.
Meine letzte Etappe stand an, mein 15. Golfplatz auf dieser langen Reise – und damit der mögliche Abschluss meines insgesamt vierten Weltrekordversuchs.
Die eigentliche Strecke fiel diesmal vergleichsweise kurz aus: rund 4,9 Kilometer mit dem Rad und knapp 10 Kilometer zu Fuß über den Golfplatz. Doch mental war es wohl die längste Etappe überhaupt.
Um 10:20 Uhr stand ich am ersten Abschlag des Golfclubs Ottobeuren. Diesen Moment genoss ich ganz bewusst. Noch 18 Bahnen lagen vor mir. Noch eine Runde. Dann könnte es geschafft sein.
Spielerisch verlief der Tag ähnlich wie am Vortag. Nicht alles war perfekt, aber ich spielte solide und vor allem mit viel Freude. Allerdings machte uns erneut das langsame Spiel auf dem Platz zu schaffen. Wieder waren wir mehr als sechs Stunden unterwegs – bei frühsommerlichen Temperaturen und mit meinem Bag auf den Schultern. Natürlich trug ich es auch diesmal die kompletten fast zehn Kilometer selbst.
Richtig emotional wurde es ab Bahn 17. Dort begleitete mich plötzlich Uwe Bornemeier von Sky/Magenta TV gemeinsam mit seinem Kamerateam. Spätestens da stieg die Nervosität noch einmal spürbar an.
An der 18 angekommen, holte ich tief Luft. Der Abschlag gelang hervorragend. Mein zweiter Ball lag halb rechts vor dem Grün. Erst dann bemerkte ich, dass sich viele Spieler unseres Turniers bereits im Halbkreis um das Grün versammelt hatten. Sie applaudierten, feuerten mich an und würdigten die Leistung der vergangenen Tage. Dieser Moment ging mir unglaublich nahe.
Mein Chip landete auf dem Grün – etwa fünf Meter von der Fahne entfernt. Die Kameras waren auf mich gerichtet. Der erste Putt blieb zum Glück nur rund 20 Zentimeter neben dem Loch liegen. Die Anspannung fiel etwas ab. Ich hörte die motivierenden Zurufe. Dann war ich an der Reihe. Der letzte Putt. Der letzte Schlag.
Und ich traf.
Der Jubel war riesig. Gleichzeitig fiel eine enorme Last von mir ab. Kurz darauf ertönte das offizielle Horn zum Abschluss meiner Aktion. Das Team von Sky/Magenta TV gratulierte mir als erstes. In diesem Moment war ich einfach nur fertig – im wahrsten Sinne des Wortes.
Am Abend wurde dann ausgiebig gefeiert. Von den Organisatoren Michael und Martin erhielt ich noch eine großartige Überraschung: Die Einnahmen aus den Mulligans des Schanzenshots wurden als Spende übergeben – über 2.000 Euro kamen dabei zusammen. Ein unglaubliches Ergebnis!
Außerdem ersteigerte Steffen Bauer, Geschäftsführer des Hauptsponsors ecs – der Energiemakler, für 500 Euro ein von Trainer Frank Schmidt signiertes Heidenheim-Trikot.
Was für ein Abschlussabend! Bis etwa 0:30 Uhr wurde mit der Band „Zündstoff“ gefeiert, getanzt und geschwoft.
Nun werden alle Daten und Protokolle beim Rekordinstitut für Deutschland eingereicht. Jetzt heißt es warten und hoffen, dass dieser außergewöhnliche Weg offiziell als Weltrekord Nummer 3 anerkannt wird.























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